Love is the answer - its written on angels wings

*Fortsetzung* 6. Teil von You´ll be in my heart

Es dauerte noch ca. 5 Tage bis ich meinen Körper wieder  vollkommen unter Kontrolle bekam. Der junge Mann unterhielt mich jeden Tag. Er half mir beim bewegen meiner Glieder und er erfreute sich an jedem kleinen Schritt von mir. Er sprach über Fernsehsendungen und Sport. Er erzählte von seiner Familie und betonte immer und immer wieder wie glücklich er war mich gefunden zu haben.
Ich verstehe bis heute nicht, wieso er es immer wieder erwähnte. Es berührte mich trotzdem jedes Mal. Täglich nahm er meine Hand und musterte mich mit einem strahlenden Lächeln. Er verhielt sich so vertraut und ich hatte das Gefühl jede seiner Bewegungen in -und auswendig zu kennen.

Glaub mir mein Kind, ich wusste zu diesem Zeitpunkt immer noch nicht seinen Namen.
Nachdem ich mich wieder selbständig bewegen konnte, wurde ich auch recht schnell aus der Klinik entlassen. Ich wurde gebeten, bei den kleinsten Anzeichen wieder zurück zu kommen. Doch mir erklärte nicht einer, was unter kleinen Anzeichen gemeint war. Der Spruch ging also ins eine Ohr rein und aus dem anderen wieder raus. Das dies natürlich ein Fehler war, konnte mir nicht bewusst sein, denn ich wusste ja nicht was mit mir geschieht.

Ich wurde an einem sonnigen Frühlingstag von meiner Tante abgeholt. Den ganzen Morgen bereitete ich mich auf meine Heimreise vor. Ich packte mein gesamtes Gut zusammen und verabschiedete mich von allen Krankenschwestern und Ärzten. Gegen 13 Uhr stand ich dann bereits mit meinem kleinen Koffer in der großen Eingangshalle des Krankhauses und wartete auf das vorfahrende Auto meiner Tante. Ich sah das Auto in den Hof einbiegen und begab mich auf den Weg dorthin.  Im letzten Moment hörte ich hinter mir meinen Namen rufen. Ich drehte mich um und der junge Mann stand augenblicklich vor mir. Er reichte mir die Hand und ich nahm sie natürlich dankend an. Dann sagte er lächelnd: - Es war sehr unhöflich von mir, mich nicht einmal vorzustellen! Mein Name ist Lukas. Lukas Seiler! –

Ja Michelle, dieser unglaubliche Mann war dein Vater. Ich weiß, dass du nicht verstehen kannst, wieso ich so an ihm hänge. Aber ich habe deinen Vater immer in meinem Herzen getragen.  Du hast ihn damals so gehasst, als er uns verließ. Doch mein Kind, ihm blieb einfach keine andere Wahl. Die Gründe für sein Gehen sind so ergreifend, dass ich sie dir nie sagen konnte. Doch auch dies werde ich dir noch erzählen.

Es vergingen einige Wochen nach meiner Entlassung. Ich nahm mein altes Leben wieder auf und die Zeit vom Unfall bis zu meiner Entlassung aus dem Krankenhaus wurde in meiner Erinnerung immer dunkler. Meine Gedanken waren zwar immer bei Lukas, aber selbst die kleinsten Details aus seinem Gesicht erschienen mir unwirklich. Einige Zeit lang redete ich mir sogar ein, dass ich das alles nur geträumt hatte.  Man könnte sagen, dass ich ein wenig unter Amnesie litt. Das war natürlich nicht so, aber es kam mir so vor. Die ganze Geschichte rückte immer mehr in den Hintergrund und so verging die Zeit auch wie im Flug. Als wäre nie etwas gewesen…

Ich beendete...

*Fortsetzung folgt*

3.10.10 18:21

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