Love is the answer - its written on angels wings

*Fortsetzung* 4. Teil von You´ll be in my heart

-Da bist du ja endlich.- , waren seine Worte.

Diese Worte aus seinem Mund klangen sanft, aber erfreut, doch ich war wie erfroren.
Ich konnte kein Glied mehr bewegen . War zum Teil geschockt von seinem Anblick und zum Teil pochte mein Herz fast über. Ich wollte ihn berühren. Ich wollte ihm so viel erzählen. Doch ich fand einfach keine Worte.
 –Hab keine Angst, ich bin dir nicht böse. Ich bin so froh, dass ich dich endlich kennen lernen durfte. Egal unter welchen Umständen. –
Ich bin mir nicht mehr ganz sicher, ob er genau diese Worte verwendete, aber seine Botschaft war auf jeden Fall so zu deuten. Ich stand immer noch wie festgefroren da. Wusste nicht was ich tun sollte.  – Komm zu mir. -
Einerseits fürchte ich mich heute noch davor, dass meine Glieder nur das machten, was ER ihnen sagte, andererseits bin ich ihm dankbar dafür, denn ich war wie hilflos.
Ich ging also ,getragen von seinen Worten, auf das Bett zu und setzte mich neben es. Meine Hand  strich wie automatisch über seine linke Hand. Ich weiß heute noch, dass sich seine Haut so warm und glatt anfühlte. Ganz anders als man von einem Menschen denkt, der auf der Intensivstation liegt. Er sah mir wieder direkt in die Augen. Genau wie am Unfallort. Dann lächelte er und ich lächelte zurück. Ich weiß nicht wieso ich auf einmal so gelöst war, aber komischerweise waren meine Knochen  auf einmal wieder weich und ich war vollkommen entspannt. 
 
Wir redeten stundenlang gar nicht miteinander.  Wir waren einfach zusammen in diesem Raum und lächelten uns an.
Nach einer Weile kam eine Krankenschwester in den Raum, kontrollierte die Schläuche und setzte ihm eine Infusion. Kurz nachdem sie diese angelegt hatte, schlief er lächelnd und  den Kopf zu mir gedreht ein. Ich blieb noch einige Minuten sitzen, stand dann auf und ging zurück auf meine Station, in mein eigenes klinisch weißes Zimmer.

Den Tag darauf drückte mich ein komisches Magengefühl. Ich wachte auf und es war schon da. Ich aß und es war noch da. Ich wusch mich und es war immer noch da. Ich fühlte mich schwer, komisch und schwach.  Ich legte mich zurück in mein Bett. Drehte mich von der einen zur anderen Seite. Das Gefühl ging nicht weg. Plötzlich ging die Tür auf und meine Tante betrat den Raum. Ich drehte mich zu ihr, sah sie an und …. Verlor das Bewusstsein.

Meine liebste Tochter, ich weiß nicht, was mit mir in den folgenden Tagen passierte. Es kam mir vor, als wäre ich nur für ein paar Stunden bewusstlos gewesen. Doch letztendlich waren es ganze fünf Tage. Ich träumte. Von so schönen Dingen. Und als ich das Bewusstsein wieder fand, war ich eher enttäuscht, dass der lange Traum enden musste. Leider kann ich dir nicht mehr sagen, was genau ich träumte. Doch ich weiß, dass es ein unheimlich schöner Traum war. Vielleicht einer der schönsten in meinem Leben.
Ich erwachte ...

 *Fortsetzung folgt*

15.9.10 22:37

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